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            <title>[336] Blatt 169v: 2. Buch der Cha...</title>
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                  <forename>Stephan</forename>
                  <surname>Bialas-Pophanken</surname>
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               <resp>nach TEI-P5 kodiert von</resp>
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                  <forename>Rebecca</forename>
                  <surname>Sperl</surname>
               </persName>
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            <respStmt>
               <resp>bearbeitet und kommentiert von</resp>
               <persName>
                  <forename>Joëlle</forename>
                  <surname>Weis</surname>
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               <resp>Umsetzung der Digitalen Edition von</resp>
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                  <forename>Maximilian</forename>
                  <surname>Görmar</surname>
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            <principal>Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel</principal>
            <principal>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</principal>
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            <publisher>
               <name type="org">Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</name>
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            <date type="digitised" when="2020">2020</date>
            <distributor>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel</distributor>
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               <p>Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (<ref target="http://diglib.hab.de/?link=012">copyright information</ref>)</p>
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         </publicationStmt>
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            <bibl>Stammbuch der Herzogin Elisabeth Sophie Marie von Braunschweig. Herzog August Bibliothek, Signatur: Cod. Guelf. 125.25a Extrav.</bibl>
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            <p> 2. B<ex>uch</ex> der Charactere, Cap<ex>itel</ex> III. V<ex>ers</ex> 15. 16.<note type="footnote" resp="mg">Die hier gegebene bibliographische Referenz konnte nicht zugeordnet werden. Nach den gestrichenen, nur teilweise lesbaren Erläuterungen auf der <ref target="#_170.">nächsten Seite</ref> stammen die Verse möglicherweise aus einem nicht näher identifizierbaren mittelalterlichen Manuskript.</note>
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               <seg>Vielleicht wird gegen ihn der Neid die Welt verbinden, <lb/>
                  <placeName key="ed_fvs_tkj_nsb" role="mentioned">Aegypten</placeName>, <placeName key="ed_phk_lh1_rsb" role="mentioned">Ninive</placeName>,
                        <placeName key="ed_cxq_l31_rsb" role="mentioned">Chaldäa</placeName> und den Mor,  <lb/>Ein neues wildes Volk bricht aus den Wüsten vor,
                    <lb/> Ein Erbfeind hilft dem Erbfeind; und sie winden <lb/> Ihm Lorbern. Er
                    sieht früh von fern die Heere ziehn, <lb/> Sein Finger hält sie auf: beynah dir
                    gleich, du Himmel! <lb/> Beynahe lächelt er, wenn im Getümmel <lb/> Vermischte
                    Welten sich wie träumende bemühn: <lb/> Wenn Überfluß sein Kornhaus kenntlich
                    macht,  <lb/>Indem die Erde darbt, und unbereit zum Kriegen <lb/> Aus Mangel
                        Heere stille liegen. <lb/>
                  <placeName key="ed_vs1_lj1_rsb" role="mentioned">Hesperiens</placeName> Metall, und <placeName key="ed_z3d_gk1_rsb" role="mentioned">Ophirs</placeName> theure Pracht,
                    <lb/>Der Fürsten Allmacht, füllt sein Schatzhaus an, und nähret  <lb/>Ein
                    muthigs Kriegesheer. Seht, unbelästigt lacht <lb/> Der Unterthan: vom
                    Zöllner-Geitz verheeret, <lb/> Von Zins und Schuld gedrückt, vom Wucherer
                        durchwühlt, <lb/> Seufzt <placeName key="ed_ejx_sk1_rsb" role="mentioned">Asien</placeName> mit <placeName key="ed_z35_vk1_rsb" role="mentioned">Libyen</placeName> und fühlt <lb/> Des Krieges Last. Die
                    Vorsicht schickt ihm Siege <lb/> Geflügelt aus der Luft, den Miswachs schickt
                    sie mit, <lb/> Der Klugheit Bundsgenoßen: Schritt vor Schritt <lb/> Geht Hunger
                    vor ihm her, und hinter ihm <lb/> Herrscht Überfluß und Seegen in dem Kriege,
                    <lb/> Und Ordnung in dem Ungestüm. <lb/> Ihm huldigt fast das Glück: doch ewig
                    wandelbahr 
        <pb n="170r" facs="http://diglib.hab.de/mss/125-25a-extrav/start.htm?image=00343"/>
                  <lb/>Verschwört sichs endlich auch, sein trotzig Reich zu stürmen: <lb/> Er siehts;
                        <persName key="ed_cyy_pf5_msb">der Götter Fürst</persName> hat so herab geblickt, <lb/> Als Menschen es gelung, die Felsen
                    aufzuthürmen: <lb/> Den Blitz, von dem die Kraft noch unerforschet war, <lb/>
                    Versucht er an dem Haupt der Riesen, und erschrickt <lb/> Vor seiner Wirkung.
                   </seg>
               <lb/>Diese Zeilen, <del>welche in einem [...] alten Manuscript [...] aus dem 13ten Jahrhundert unter den apocryphischen büchern befindlich sind,</del>
               <note type="annotation" resp="mg">Lesung durch Streichung mit Wellenlinien teilweise unsicher bzw. nicht möglich.</note>
                    schreibt zum Andenken <persName key="ed_upf_ptr_vqb">Joh<ex>ann</ex> David
                        Michaelis</persName> Prof<ex>essor</ex> Philos<ex>ophiae</ex> zu <placeName key="ed_fn4_vxw_5pb" role="origin">Göttingen</placeName>
               <lb/> 
                    Braunschweig d<ex>en</ex>
               <date when="1759-06-10" calendar="#Gregorian">10. Jun<ex>ius</ex> 1759</date>
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